Die TCM bezeichnet alternative Heilverfahren, die auf fünf Hauptmethoden (Akupunktur, Tui Na, Qi Gong, Ernährungslehre und Kräuterheilkunde) aufbauen. Sie beinhaltet auch ergänzende Methoden, wie Moxibustion, Gua Sha und Schröpfen. In der TCM ist der Mensch Teil des Kosmos. Die Lebenskraft (Qi) definiert die geistige und körperliche Gesundheit. Das Qi fliesst auf bestimmten Bahnen (Meridianen) im Körper. Jedes Organ des menschlichen Körpers ist jeweils einem Meridian zugeordnet.

Gemäss der TCM entstehen Krankheiten durch Blockaden des Qi, also des Flusses unserer Lebensenergie, oder durch äussere Einflüsse wie Wind, Feuchtigkeit, Hitze oder Kälte. Durch Akupunktur oder Tui Na versucht man diese Blockaden zu lösen um einen harmonischen Fluss wiederherzustellen. So kann Akupunktur bei Migräne, Gelenkschmerzen, Schlafstörungen, Verdauungsproblemen,  Schwangerschaftsbeschwerden und vielen anderen Beschwerden Linderung verschaffen.

Das Konzept der Lebensenergie Qi stammt ursprünglich von Konfuzius (500 v. Chr). Aber auch daoistische Vorstellungen sind in die TCM eingegangen. Der Daoismus geht davon aus, dass dem Menschen von seiner Geburt an so viel Qi mitgegeben wird, dass diese „Uressenz“ für eine Lebensspanne von etwa 100 bis 120 Jahren ausreicht. Ob wir tatsächlich so alt werden, hängt dagegen von unserer individuellen Lebensweise ab. Diese Vorstellung deckt sich mit den Erkenntnissen der modernen Altersforschung, die von einer maximalen Lebensspanne von etwa 115 Jahren ausgeht.

 
 

TCM kann bei allen gestörten Funktionen des Organismus regulierend eingreifen, bei zerstörten Strukturen kann die TCM allerdings nur lindern.



Die Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) hat eine Liste mit Erkrankungen veröffentlicht, welche mittels Akupunktur positiv beeinflusst werden können.

Beispiele aus der WHO-Liste:

Orthopädische Krankheiten

  • Chronische Rückenschmerzen
  • Bandscheibenvorfall
  • Nackenschmerzen, Nackensteife
  • Arthritis und Arthrose
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Epikondylitis (Tennisellbogen)
  • Schulter-Arm- Syndrom (Frozen Shoulder)
  • Kniebeschwerden

Neurologische Krankheiten

  • Kopfschmerz / Migräne
  • Schwindel
  • Tinnitus (Ohrgeräusche, Ohrensausen)
  • Ischialgien (Schmerzen der Lendenwirbelsäule, z.B. Hexenschuss)
  • Periphere Neuropathien (Nervenleiden)
  • Trigeminusneuralgie (Gesichtsschmerzen)
  • Behandlung nach Schlaganfall

Allergien / Hauterkrankungen

  • Heuschnupfen
  • Asthma
  • Akne
  • Ekzeme (z.B. Neurodermitis)
  • Psoriasis (Schuppenflechte)

Magen- und Darmerkrankungen

  • Hyperazidität (Übersäuerung) des Magens
  • Obstipation (Verstopfung)
  • Diarrhoe (Durchfall)
  • Akute und chronische Gastritis (Entzündung der Magenschleimhaut)
  • Magengeschwür

Gynäkologie / Urologie

  • Menstruationsstörungen und -schmerzen
  • Blasenentzündung
  • Sexual- und Fruchtbarkeitsstörungen
  • Schwangerschaft und Geburt

Innere Krankheiten

  • Anämie (Blutarmut)
  • Bronchitis
  • Hypertonie (Bluthochdruck)
  • Übergewicht
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Gicht
  • Hämorrhoiden